Sonntag, 16. September 2012


The impressions that I got.

Angekommen in Bangkok geblendet vom Kontrast gegenüber Tokio machte ich mich auf den Weg Richtung Khao San Road um ein Quartier zu finden. Nach einigen Hostels und genervt von der Gepäckschlepperei habe ich mich kurzerhand für das Marco Polo Hostel entschieden. Nicht besonders schön, keine gute
Lage und auch kein wirklich freundliches Personal. Egal, die Bequemlichkeit hat einen Sieg davon getragen. Unter meinem Zimmer war übrigens auch ein Club, was mir vor allem nachts nicht entgehen konnte. Bis fünf Uhr morgens war ich jede Nacht Live dabei. Und nein, die Musik war nicht annähernd gut, aber man muss bekanntlich auch verlieren können. Tagsüber besuchte ich noch einige Tempel und machte auch den ganzen anderen Kram, den Touristen so machen. Jedoch muss ich sagen, dass Bangkok neben dem verrückten Nachtleben nicht sonderlich viel zu bieten hat. Vielleicht waren diese Impressionen auch von der Vorfreude auch Österreich geprägt. Egal, Jetzt schwer zu beurteilen.
Ich machte mich nach drei Tagen auf die Heimreise, die von Bangkok über Kuala Lumpur und Tokio nach Wien führte. Der Spaß kostete mich um die 43 Stunden. Aber die Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude. Somit war die Heimreise im Großen und Ganzen ok.
Tja, was bleibt von den letzten drei Monaten? Definitiv viele unvergessliche Ereignisse und auch Bekanntschaften. Vielleicht auch die Geschichten, die man als Großvater seinen Enkeln erzählt. Aus dem Stehgreif schwer zu sagen, weil einfach zu viel passiert ist. Ich hatte jedenfalls eine gute Zeit. Aber wenn ich mich an meine Ankunft in Wien am Flughafen erinnere, schaute ich nur, dass ich schnellstmöglich mein Gepäck bekomme und endlich raus zu kommen, wo meine Freunde auf mich warteten. Meine Gefühle waren geprägt von Kaffeemissbrauch im Flugzeug und der überschäumenden Euphorie, die ich hegte aufgrund des Wiedersehns von Österreich und vor allem den Leuten, die mir wichtig sind. Somit kann man sagen, was bleibt ist der Eindruck.
Getrieben von meinem Verlangen sämtliche Leute, die mir in irgendeinder Form was bedeuten wieder zu sehen machte ich mich die nächsten vier Tage auf eine schlafarme Reise durch Lokale, Festivals und andere Festivitäten um dies zu stillen. Es fühlte sich gut an, abgesehen von diversen Katern. Wenn ich die Möglichkeit nochmal hätte diesen Asien Trip zu machen würde ich es nochmal genau so machen. Einfach um sich der Herausforderung zu stellen sich in fremden Kulturen zu behaupten und sie auf diese intensive Art und Weise kennen zu lernen. Dadurch, dass ich grundsätzlich alleine unterwegs war hatte ich auch den Zwang mich immer wieder auf neue Menschen einzulassen, was eine spannende Sache ist. Jedoch machte es mich gegen Ende meiner Reise müde.
Ein anderer wichtiger Punkt sind die wunderbaren Dinge, die man im Laufe der Zeit erlebt. Sie sind wunderschön, sie wären jedoch noch unvergesslicher, wenn man sie mit Freunden teilen könnte. Auch wenn es ein wenig ausschweifen sein mag, aber in diesen Situationen kristallisieren sich die wichtigen Dinge im Leben heraus, nach denen man verlangt um glücklich zu sein. An dieser Stelle könnte man jetzt viele Dinge nennen, die einem wichtig erscheinen oder vielleicht auch wichtig sein mögen. Jedoch hat sich mir in gewissen Situationen ganz klar gezeigt, dass Freunde und Menschen die man gerne hat der Weg zum Glück sind und nicht etwa Wohlstand, wobei das auch ein wichtiger Faktor zum Glück für uns alle ist, wenn wir uns ehrlich sind. Vielleicht kommen hier noch einige Eindrücke von Bali bzw. den Menschen und deren einfachen Leben
hinzu. Die Menschen führen ein einfaches Leben, jedoch sind sie grundsätzlich viel Glücklicher als vergleichsweise wir Österreicher, weil sie nicht permanent in der Angst leben die Dinge, die sie haben zu verlieren. In unserern Breitengraden sind wir mittlerweile aufgrund unserers Wohlstands viel zu materialistisch veranlagt, was sich wenn man es versucht objektiv zu betrachten nur negativ auswirkt. Dieses ständige hinterherjagen nach Wohlstand und Statussymbolen um anderen zu zeigen, dass man jemand ist verseucht doch unsere ganze Gesellschaft. Nun bin ich zwar ziemlich abgeschweift und ich musste auch nicht erst drei Monate ins Ausland um diese Dinge zu erkennen. Jedoch unterstreichen meine Erfahrungen genau diese Dinge. Wenn man so will wird der individuelle Horizont erweitert und man sieht Dinge auch aus Perspektiven, aus denen man sie vorher noch nie gesehen hat.
Ich könnte mich hier jetzt noch mit vielen anderen Punkten auseinander setzen, jedoch würde es einfach zu lange dauern um alle Impressionen zu bewerten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.
Wie oben gesagt, es bleiben die Erinnerungen an eine gute Zeit.

Somit sind wir am Ende von Being Abroad Lesson No.1 angelangt. Ich hoffe, ich konnte euch Eindrücke vermitteln und euch in einer gewissen Art und Weise unterhalten.

Chapter closed.


Sonntag, 26. August 2012

Polizei - Dein Freund und Helfer!

Hey fellows!

Da ich die letzten Wochen nur bedingt Internetzugang hatte wurdet ihr von meinen literarischen Ergüssen bezüglich meines Aufenthalts in Asien verschont. Jedoch ist das Wlan einer der wenigen positiven Punkte in meinem Hostel in Bangkok.... Doch alles der Reihe nach. Zuerst muss ich mal gründlich nachdenken, was sich die letzten drei Wochen so zugetragen hat....

Als sich Lukas und Stefan, Mitstreiter vergangener Tage aus dem Staub gemacht hatten hab ich mich wieder in Kuta einquartiert, um im geschehen zu bleiben. Dort verbrachte ich tagsüber dann die meiste Zeit am Strand, wo ich surfte, die Sonne genossen habe oder einfach nur entspannt hab...
Kurz darauf kamen die Rohrbachers ins Spiel.


Wer sie kennt, dem brauche ich nicht weiter zu erläutern, wie sich der Tagesablauf gestaltet, wenn die Zwillinge im Doppelpack aufkreuzen....ganz einfach unglaublich lustig und ins kindliche Zeitalter zurückgestellt! ;) So quasi nach dem Motto ich seh was, ich will es! (Nicht böse sein ihr zwei!). So fuhr ich mit den besagten Rohrbacher Twins und John, ihrem Surflehrer über das Wochenende nach Uluwatu.



Dort erwartete uns eine faszinierende Landschaft gepaart mit einer ruhigen Atmosphäre fern ab von der Partymetropole Kuta, die sich als Mallorca der Australier beschreiben lässt...Vielleicht nicht ganz so tief, aber gewisse Ähnlichkeiten sind durchaus zu vernehmen. wobei ich an diesem Punkt auch gestehen muss nie in Mallorca gewesen zu sein, was mich an dieser Stelle doch ein wenig mit Stolz erfüllt! Jedenfalls hatten wir gemütliche Tage im Süden von Bali. Zurück in Kuta beschränkte ich mich wieder auf das übliche. Surfen, chillen und gelegentlich betrinken mit den Locals, was ja durchaus kein schlechter Zeitvertreib ist. Eines Abends saß ich in einer Bar und schlürfte fleißig Bier als ein vermeindlich bekanntes Gesicht mein Sichtfeld kreuzte. Zuerst verblüfft von der Ähnlichkeit zu einer bekannte Person aus der Heimat stellte sich einige Sekunden später heraus, dass es sich nicht bloß um Ähnlichkeit handelte. Des woa scho da Kummer Christoph. Anhand dieses Zufalls und der Euphorie, die diesem Ereignis beiwohnte hatten wir natürlich ein Top Motiv uns vollaufen zu lassen. Genau das geschah dann auch. Und am nächsten Tag gleich nochmal, weil es seine letzte Nacht war. Das Sprichwort "Die Welt ist ein Dort" bestätige sich hier wieder einmal.
Irgendwann machte ich mich mit meinem Roller wieder mal auf dem Weg Richtung Süden um das Wassersportzentrum zu erkunden. Im Nachhinein betrachtet muss ich an diesem Tag in irgend einer Form eine Zielscheibe für die heimische Polizei dargestellt haben. Nicht weniger als dreimal stoppten sie mich um ihre Gehälter aufzubessern.
Der erste stoppte mich am Highway und war auch nicht sehr verhandlungsfreudig. Der Pisser war unfreundlich und luxte mir 200000 Rupiah ab, was knapp 20€ sind. Ich hatte Helm und meinen Führerschein dabei. Er war halt nicht international....Für dieses Vergehen bezahlte ich ich die beiden Male bevor jeweils die Hälfte. Angepisst fuhr ich weiter, als mich keine fünf Minuten der nächste stoppte um die selbe Masche abzuziehen. Ziemlich angewidert von der korrupten Polizei machte ich ihm auch relativ schnell klar, dass er von mir keinen Cent sehen wird, weil ich gerade erst gezahlt habe. Das Wassersportzentrum war ok, aber nicht berauschend. Am Heimweg, welch Überraschung erneut ein Date mit der Polizei. Ich erzählte ihm, dass ich fünf Minuten zuvor erst gezahlt hatte. Die Masche funktionierte.
Ein paar Tage später, als ich mit meinen kanadischen Nachbarn unterwegs war bestätige sich abermals, wie klein die Welt ist. Ich traf ein paar Melker, die ich teilweise vom Gesicht noch aus HTL Zeiten kannte...und wieder waren wir total besoffen...Naja, macht ja Spaß!

Einmal hab ich meinen kulturellen Horizont noch erweitert und fuhr zum Tanah Lot Tempel, der nördlich von Kuta liegt. Zu meiner Freude traf ich bei meiner einstündigen Fahrt kaum auf Polizei bzw. hat mich niemand aufgehalten. Als ich ankam sah ich einen wunderschöne Küstenlandschaft, in deren Mitte auf den Felsen ein wunderschöner Tempel stand. Dieses Erlebnis teilte ich mit gefühlten anderen 100000 Menschen.


Und so entspannte ich meine letzten Tage in Bali, bis ich mich auf den Weg nach Bangkok machte. Die Impressionen von Bangkok werde ich euch auch nicht vorenthalten!




Bis die Tage!

Samstag, 4. August 2012

It's on when it's on!


Liebe LeserInnen!

In den vergangenen Tagen hat sich viel getan. Da ich ohnehin verkühlt bin und aus Gründen der Vernunft den heutigen Abend in unserer neu bezogenen Villa verbringe werde ich über ein paar der Ereignisse der letzten Tage schreiben. Zuletzt hatte ich ja berichtet, wie wir in Ubud waren...Dort tourten wir mit unseren Rollern durchs Zentrum und den Norden Balis um die Landschaft zu erkunden. Wie sich herausstellte erfreut sich Bali einer traumhaften Landschaft. Somit hat sich er Besuch echt gelohnt.



Jedoch hatten wir nach 3 Tagen das Verlangen nach Meer und begaben uns in Richtung Padang Bai, wo wir den Abend verbrachten um nächsten Tag in der Früh mit dem Speed Boat nach Gili Trawangan zu fahren. In Padang Bai ist eine Raggaebar, deren Ruf ihr deutlich vorauseilt. Somit hatten wir unser Abendprogramm und wir gingen zur besagten Bar. Dort erwarteten uns Live Musik und bestens gelaunte Kellner. Somit war es quasi unumgänglich, dass wird uns auf eine Reise quer durch die Cocktailkarte begaben und sich die üblichen Folgen auftaten.
Als die Musik aus war, wir besoffen waren und es spät genug war, um aus der Nacht ein kleines Schlafdefizit hinterher zu schleppen gingen wir in unser Zimmer, dass wir nach dem Motto Hauptsache billig gesucht hatten. Und ja, es war billig. Jedoch richtete sich auch der Komfort nach dem Preis, was uns angesichts des kollektiven hohen Alkoholpegels nur wenig kümmerte. Eher amüsierte es uns.

Morgens gings gleich zum Boot.
Bei dem Organisationschaos, dass sich uns angesichts der vielen Menschen und Boote, die doch sehr unkoordiniert wirkten darbot verzögerte sich der Start nach hinten. Die Fahrt war unter Deck recht angenehm und trocken. Trotzdem konnten nicht alle Personen den Mageninhalt für sich behalten...
Auf Gili angekommen waren wir alle einfach begeistert von diesem wunderschönen Fleck der Erde. Durchwegs amüsant hat sich die Apartmentsuche gestaltet, da es offensichtlich einfacher war an Drogen zu kommen als ein Bett.... Naja, nach weiteren Versuchen hatten wir ein echt schönens preiswertes Zimmer gefunden und konnten sich somit auf den Strand begeben um zu relaxen...
Am Abend das übliche, also alle besoffen. Nächsten Tag borgten wir uns Räder aus, um die Insel zu erkunden... War aber nicht die große Herausforderung, da sich die Insel in einer Stunde bequem umrunden lässt...Am nächsten Tag machten wir dan eine Schnorcheltrip auch zu anderen noch kleineren Inseln, was uns zu wunderschönen Spots führte.

Am Abend war wieder Live Musik in der Sama Sama Bar angesagt so wie immer...Nur diesmal war der Durst wie ein Fass ohne Boden...Der Abend klang jedoch sehr gemütlich mit einem bunten Mix aus Menschen aller Welt bei einer Akustiksession am Strand aus.....echt geile Momente! Schwer angeschlagen machte ich mich dann irgendwann auf die längst überfällige Heimreise.
Was uns auf Gili auch regekmäßig begleitete war der Ramadan, den wir auch 5 Uhr morgens zwangsläufig miterlebten, wenn das Gejodel aus der 50m entfernten Moschee kam... Aber gut...Andere Länder, andere Sitten. Der Kater am nächsten Tag konnte sich sehen lassen....Kater, Verkühlung, keine Stimme und Sonnenbrand sind nicht die besten Voraussetzung für einen entspannten Urlaubstag in der prallen Sonne. Abe wie heißt es so schön...Wer Scheisse seht, wird Scheisse ernten! Ich hatte jedenfalls eine reichhaltige Ernte...
Am nächsten Tag gings zurück in Richtung Bali. Da wir bei der Speedboot fahrt auf dem Deck sitzen wollten dauerte es auch nicht lange, bis wir alle völlig nass und somit wieder verkühlt waren...
Heute hatten wir einen kleinen Shoppingtag, weil das Wetter nicht besonders War. Im Rip Curl Shop sind wir auf einem Riesentummel gestoßen, weil Bethany Hamilton anwesend war....Am Abend noch Hard Rock Cafe und jetzt ausspannen und für morgen fit werden... Fast hätt ichs vergessen....Die örtliche Ploizei und deren Schaffen durften wir heute auch noch kennenlernen.....Für ohne Führerschein und Helm Moped fahren besserte sich ein Polizist heute sein Gehalt auf. Die Chancen, dass die indonesische Regierung Profit aus unseren Kavaliersdelikten schlägt sehe ich doch als eher gering an.
Aber der Polizist hat das auf eine freundliche Art durchgezogen, was mich ja zum Schmunzeln bringt, zumahl wir ja um keine Unsummen gebracht worden sind....

Morgen gehts dann wieder intensiv ans surfen in Seminyak! Also hoffentlich passen Wetter und wellen.....It's on when it's on.....

peace out

Donnerstag, 26. Juli 2012

Good times rollin'

Hey mates!

Nach einer weit angenehmeren Anreise als erwartet bin ich nun in Bali angekommen. Sowohl während des Flugs von Tokio nach Kuala Lumpur habe ich schlafen können als auch beim Flug von Kuala Lumpur nach Denpasar.
Negatives Highlight war das Kühlschrankfeeling am Kuala Lumpur International Airport. Es war dort echt scheisskalt. Also falls ihr dort mal hinkommen solltet, zieht euch warm an!
Angekommen in Bali am Flughafen war ich noch ungewiss, was der nächste Schritt meiner Reise sein wird. Ich sprach am Flughafen zwei europäisch wirkende Mädchen an, die letztendlich aus Vorarlberg kamen, und unterhielt mich mit ihnen während wir auf unser Visa warteten. Dann bekam ich endlich eine Nachricht von meiner Freundin Anna, die mir mitteilte, ich soll zum Mc Donalds nah Kuta Beach kommen. Nachdem die Vorarlberger dasselbe Ziel hatten teilten wir uns ein Taxi und furen nach Kuta Beach. Dort angekommen hatte mich Anna auch gleich empfangen. Schnell die Koffer ins Quartier und ab auf den Strand!
Dort wurde ich auch gleich weiteren Österreichern vorgestellt und das erste Bier wurde getrunken. Wir saßen in einer gemütlichen Runde, in der auch balinesische Surflehrer waren. Also nutzte ich die Gelegenheit und begab mich in die Fluten. Meine ersten Surfversuche waren überraschenderweise auch gleich relativ erfolgreich. So chillten wir am Strand und genossen den Sonnenuntergang in entspannter Atmosphere. Krasses Gegenteil zu Tokio, wo doch immer alles recht stressig wirkte.
Am Abend gings dann zur Sache. Das Kuta Nightlife wurde erkundet. Die erste Station machten wir in einer Bar, wo sonst eigentlich nur australische Surfer waren. Alle trainiert und gewillt dies auch zur Schau zu stellen...Egal, wie alle dort haben auch wir uns besoffen. Als die Bar dann zusperrte, gingen wir in einen Club. Wer nun auf den Namen des Clubs wartet tut dies vergeblich, da ich keine Ahnung mehr habe davon. Was jedenfalls komisch war war, dass in diesem normalen Club auch jede Menge Prostituierte unterwegs waren, die ihre Dienste zur Verfügung stellten. Recht viel mehr kann ich zu dieser Nacht nicht mehr sagen, weil die Erinnerungen sehr wage sind.
Heute aufgestanden völlig verkatert checkten wir vom Hotel aus und suchten uns ein Taxi ins landesinnere. Wir sind nun im Zentrum von Bali und haben zu sechst eine Villa bezogen, die in traumhaften Umfeld liegt.
Nachdem wir die ersten Eindrücke genossen haben borgten wir uns Roller aus und machten uns auf Erkundungstour. Kater, Linksfahren und der Fahrstill der Balinesen waren anfangs keine gute Mischung. Es pendelte sich jedoch ein. Wir fuhren durch die Gegend und kamen dann ins Gebirge fernab von Touristen. Einfach traumhaft






Auf dem Heimweg genossen wir am Straßenrand noch ein gemütliches Abendessen für ungefähr 2€...Einfach unglaublich! Jetzt haben wir den Abend noch gemütlich in unserer Wahnsinnsunterkunft auf der Terrasse ausklingen lassen! Jetzt heißts ab ins Bett, da für morgen wieder einiges geplant ist!
Also, bis bald!

Chapter's end

Liebe Leser/innen!

Nun hat sich ein 2monatiger Abschnitt meines jungen Lebens dem Ende zugeneigt. Tokyo war eine sehr wertvolle Erfahrung für mein Leben, die ich nicht missen möchte. Es war äußerst interessant, eine so unterschiedliche Kultur kennen zu lernen und nach ihren gesellschaftlichen Werten zu leben(zumindest teilweise). Meine Augen durften viele kulturellen Dinge erleben, die teilweise auch in Österreich wünschenswert wären, jedoch völlig utopisch wären. Andererseits begegnet man manch Dingen, die Japanern völlig alltäglich erscheinend eher kopfschüttelnd.
Eine der größten Überraschungen war für mich eindeutig, dass die Japaner kulinarisch so vielseitig sind und ihr Handwerk köstliche Gerichte zu kochen wirklich verstehen.....und das stets frisch, was auch in Österreich manchmal wünschenswert wäre...
Ein anderer äußerst interessanter Punkt sind die Welten, die sich zwischen den Verhaltensweisen der Japaner in nüchternen und betrunkenen Zustand auftuhen... Ist ja durchaus keine Seltenheit, dass ein Japaner im Anzug um 10 Uhr abends am Straßenrand kniehend bzw. stehend auf elegante Art und Weise seinen Mageninhalt der Öffentlichkeit zur Schau stellt. Mich hats jeden falls gut amüsiert!
Trotz all den amüsanten Dingen, die mir wiederfahren sind und all den unvergesslichen Erlebnissen(wobei einige bereits an Ort und Stelle vergessen worden...) könnte ich mir nicht vorstellen, langfristig in Tokio zu leben. Auf Dauer wirken diese Menschenmassen doch sehr beengend und bedrückend. Und auch die Wohnräume sind sehr klein, sodass man sich nur schwer daran gewöhnen kann, wenn man in einem Einfamilienhaus aufgewachsen ist.
An meinem letzten Tag in Tokio hatte ich jedenfalls sehr gemischte Gefühle. Vorwiegend herrschte in mir eine Aufbruchsstimmung. Ich fühlte mich wie auf einem Festival am Sonntag, wenn die Leute die Heimreise antreten und ein schreckliches Chaos hinterlassen. Dieses Gefühl, einfach nur weg zu wollen wühlte in mir. Jedoch weiß ich nicht, warum ich so fühlte. Ich denke, dass eine Symbiose aus Kater, Neugierde auf Bali und den vielen Menschen in Tokio in mir diesen Geisteszustand verursacht hat.
Letztendlich möchte ich mich noch bei allen Menschen, die mir bei meinem Aufenthalt in Tokio begegnet sind danken für die tolle Zeit, die ich hatte. Speziell meine Arbeitskollegen halfen mir immer, wenn ich was brauchte und waren immer äußerst freundlich zu mir. Danke auf diesem Wege!
Ihr werdet vermutlich verstehen, dass das mein letzter Beitrag in zum Thema Tokio ist.
ABER....der Blog heißt ja "Being Abroad Lesson No.1" und nicht "Tokio" Somit werde ich euch auf über die Dinge, die mir in Bali widerfahren am laufenden halten!

Bis bald!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Von Punk bis Muse

Liebe Damen und Herren!

Da ich nun lange nichts mehr von mir hören habe lassen bzw. niemanden belästigt habe, ist es nun wieder einmal höchste Zeit dies zu tun!
Was sich getan hat? Tja, so einiges. Zum Beispiel ein Besuch Shibuya, einem Stadtteil in Tokio, der vermutlich eine der berühmtesten Kreuzungen der Erde beherbergt und auch sonst einiges zu bieten hat. Vor allem Leute.


Dort trafen wir uns in einer Bar. Da wir alle über ausreichend Zivilcourage zum Wohle der Allgemeinheit verfügen, prüften wir aufmerksamer Weise auch gleich die Bierzapfanlage auf Funktionalität. Siehe da, sie funktionierte! Ein gutes Gefühl einen Beitrag zum Gesellschaftlichen wohl geleistet zu haben!
Nach Beendigung des Tests begaben wir uns dann in ein anderes Lokal, wo sich die Stockwerkanzahl irgendwo im zweistelligen Bereich bewegte. Jedenfalls hatte man dort durch die Fensterfassade einen herrlichen Überblick über Tokyo bei Nacht.

Hier ein Foto von uns und dem Lokal, dass durch die Aussicht und das Ambiente völlig überzeugen konnte. Da Diana, die Dame auf diesem Bild hier ihren letzten Abend in Tokio verbrachte und es ihr Wunsch war, in eine Karaoke Bar zu gehen lies sich das schwer bis gar nicht vermeiden. So kamen wir in der Karaoke Bar zu einer Zeit an, zu der ich eigentlich schon im Bett sein wollte, da es wochentags war und ich morgens raus musste. Aber ich gehe davon aus, die meisten von euch hätten ähnlich entschieden wie ich,
nämlich falsch!
Angekommen, doch schon geprägt von Heiterkeit, konnte der feuchtfröhliche Spaß umrandet von der eigens interpretierten Musik also weitergehen.



Eins Vorweg zu Karaoke in Japan. Man kann es nicht mit Karaoke in Österreich bzw. Europa vergleichen. Hier mietet man sich Gruppenweise einen Raum, indem Equipment und Sitzgelegenheiten, quasi ein kleines Wohnzimmer bereitstehen um dort dann Karaoke zu singen. Und die Musikauswahl ist riesig. Irgendwer von euch mal ein klassisches Telefonbuch in den Händen gehalten in letzter Zeit? Wäre ein guter Vergleich! Und für jene von euch, die sich fragen, ob die auf dem Bild zur Schau gestellten Backen die meinigen sind, diejenigen muss ich enttäuschen. Die sind britischer Natur!


Aber auch der schönste Karaokeabend nimmt ein Ende. Beim Anblick meiner auch definitiv nicht zu früh! Morgens, als der Wecker läutete brachte ich vermutlich nicht ganz so einen euphorischen Gesichtsausdruck zur Welt.

Aber was solls, immerhin war ja schon Freitag!


Freitag, 17.30. Was sagt mir das? Wochenende! Also Daumen hoch!


Die nicht vorhandenen Sorgen einer nicht anstrengenden Woche wegzuspühlen stand aber trotzdem nicht am Plan. Vorerst nicht! Ich verbrachte dem Abend gemütlich in meinem Appartment, da ich Samstag zum Einen durch die Stadt marschieren wollte und zum Anderen am Abend auf einer Party eingeladen war.





Ich machte mich auf zum Kaiserpalast und marschierte dort durch die Gärten, da man ja nur äußerst selten die Gelegenheit bekommt in den Palast rein zu spazieren. Dann fuhr ich nach Shinjuku, einem Stadtteil mit unzähligen Shoppingmöglichkeiten. Als ich aus dem Bahnhof mal raus gefunden habe, was nicht unbedingt einfach war, spazierte ich dort also durch die Gegend. 
Und ja Freunde, der Punk ging ab!


Jedoch war dieser Stadtteil recht vielseitig, wie die nächsten Bilder untermalen werden.

Das war übrigens der ERSTE Obdachlose, den ich in über einem Monat in Tokio gesehen habe. Erscheint mir glücklicherweise doch recht wenig! Aber auch er bestätigte die permanente Müdigkeit der Japaner



So in etwa schauten die Straßen dort aus. In diesem Fall befand ich mich vor einer Spielhalle, von denen es recht viele gibt in Tokio.


Sie machte brav Werbung für........ keine Ahnung was. Aber es hätte ihr ja auch niemand verboten ihre Reklametafeln mit für mich lesbaren Buchstaben zu versehen. Sie war jedenfalls für ein Foto zu haben. Auch wenn ich kein Interesse an dem zeigte, was auch immer sie verkauft hat.
Ach ja. Für alle von euch, die sich immer schon mal fragten, ob es in Japan auch Birkenstock gibt habe ich nun endlich die Antwort gefunden. Ja, es gibt sie!


Nachdem ich mir dann noch geniale neue Kopfhörer gekauft habe machte ich mich auf die Heimreise, da ich ohnehin schon spät dran war. Greg hatte ja gerufen. Heim, umgezogen und auf den Weg zu ihm kaufte ich noch eine Flasche Gin zum Warm werden. Wie sich später herausstellte verfehlte diese ihren Sinn und Zweck nicht.


Bei ihm herrschte rege Stimmung und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Eigentlich ähnlich wie in Österreich....bis auf die Leute, die schauen hier anders aus. Es wird zur Wohnungsparty geladen, die Anwesenden betrinken sich, einige gehen danach heim und andere gehen fort. Überraschenderweise war ich unter denjenigen, die sich für einen Clubbesuch entschieden haben.
Hier die Clubmannschaft


Wir fuhren darauf hin in einem Club, der sich Muse nannte. Ich weiß, dass ich dort mit einem Long Island Icetea, der erstaunlicherweise köstlich schmeckte begonnen hatte. Dann verschwimmen die Erinnerungen doch sehr stark. Ich kann mich nur noch vereinzelt an Dinge erinnern, was auf einen tollen Abend hindeutet! ;) Am Sonntag versuchte ich die Location in meinem Kopf zu rekonstruieren. Keine Chance! Jedoch muss ich zu meiner Verteidigung auch erwähnen, dass dieser Club äußerst verwinkelt war und zudem zwei oder drei Etagen hatte. Dadurch, dass mein Rhytmus durch den Samstag Abend durcheinander gebracht wurde(weil ich ja sonst immer Freitag fortgehe), war am Sonntag für mich kein Fußball auf dem Programm...Letztendlich aber auch nicht so schlimm, da es ohnehin regnete.

Tja, Liebe Leser und Leserinnen, liebe Fans und diejenigen, die sich vom Berufsalltag ablenken wollen bzw. denen einfach nur langweilig ist, das waren wieder ein paar Dinge meines Aufenthaltes in Tokio!

Auf bald!
Sayounara

Mittwoch, 20. Juni 2012

Thank you for being friends!


Der Freitag war gekommen und ich schwer motiviert, mir einen hinter die Binde zu kippen. Am Nachmittag im Büro fragte mich ein japanischer Arbeitskollege, ob wir uns am Abend nicht in dem deutschen Lokal bei mir um die Ecke treffen wollen. Ich freute mich natürlich über den Akt der gesellschaftlichen Integration und sagte zu. Das Lokal, das übrigens den Namen "Bernds Bar" trägt hatte echt Charakter. Es war liebevoll mit vielen persönlichen Gegenständen, signierten Fußballdressen und Fotos vom Besitzer mit berühmten Persönlichkeiten dekoriert. Man könnte es auch mit urig deklarieren. Es erinnerte mich ein wenig ans gute alte "Fritz". Zu trinken gab es ausschließlich deutsches Bier und die Speisekarte hatte auch auschließlich deftige deutsche Speisen in sich. Die Figur des Chefs, der das Lokal übrigens schon 21 Jahre führt, lässt darauf schließen, dass er auch selbst gerne an seinen deftigen Speisen nascht.








Ich und Kondo San, der mittlerweile auch schon 50 ist, jedoch noch immer schnittiger Junggeselle, verbrachten dort einige gemütliche Stunden, bevor wir uns um ca. 23.30 trennten.


Es war Freitag und somit mein wöchentlicher Fix-EM Termin. Also schnell über die Straße in die Sportsbar. Dort angekommen hielt ich den Biertrend mit Erfolg aufrecht.





Ich lernte kurzerhand eine bunt zusammengewürfelte Gruppe mit Beteiligung aus Australien, Belgien, England, Mexiko und Japan kennen. Mit diesen wunderbaren Menschen verbrachte ich dann auch die Zeit bis 6 Uhr morgens, bis auch das 2. EM Spiel zu Ende war. War eine relativ amüsante Nacht, in der letztendlich auch der Alkoholmissbrauch wieder nicht ausblieb.... Bier, australischer Wein aka. Gaumenfiesling und vor kurzen habe ich auch noch erfahren, dass ich die Kehle auch mit reichlich Tequila gespühlt habe.... aber das schöne am Betrinken ist, dass es auf der ganzen Welt gleich funktioniert und man auch immer ausreichend Menschen findet, mit denen man praktisch agieren kann.














Um 6 Uhr morgens machten sich die Herrschaften von der Nacht gezeichnet auf den Heimweg. Ich machte dann noch meine Standardrunde, die auch noch bis 9 Uhr morgens andauerte.


Der Samstag war wie gewohnt tagsüber quasi nicht vorhanden. Am Abend war ich mit der Japanerin vom Vorabend noch gemütlich unterwegs. Da sie in Berkeley studierte, sprach sie auch perfekt Englisch, was bei Japanern ja definitiv nicht als kollektives Attribut gesehen werden kann. Vernünftigerweise war um ca 24.00 Schluss, da ja sonntags wie immer Fußball am Programm stand.


Am Sonntag um 8.00 einigermaßen frisch und ausgeschlafen, sofern man das an einem Sonntag Vormittag sein kann, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen Michael, der mich diesmal mitnahm. Das Wetter war diesmal nicht so heiß, was man definitiv als Vorteil zu meinen Gunsten auslegen kann. Auch die Besuche im Fitnesscenter unter der Woche haben ihre Wirkung nicht verfehlt. So gesehen gehts sportlich steil bergauf, was mir äußerst gut gefällt!


Am Abend folgte ich dann der reizenden Einladung von Michael, meinem Arbeitskollegen, mit ihm und seiner Freundin essen zu gehen. Den Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber wir hatten quasi unseren eigenen Grill am Tisch. Als Nebenspeisen gab es köstliche Salate und jeder neue Teller mit Fleisch, der unseren Tisch erlangte, war in Begleitung von unterschiedlichen Saucen oder Varianten das Fleisch zu verzehren. Kann ich nur jedem empfehlen, der mal in Japan unterwegs ist! !


So, Dudes! Genug über das We