Da ich nun lange nichts mehr von mir hören habe lassen bzw. niemanden belästigt habe, ist es nun wieder einmal höchste Zeit dies zu tun!
Was sich getan hat? Tja, so einiges. Zum Beispiel ein Besuch Shibuya, einem Stadtteil in Tokio, der vermutlich eine der berühmtesten Kreuzungen der Erde beherbergt und auch sonst einiges zu bieten hat. Vor allem Leute.
Dort trafen wir uns in einer Bar. Da wir alle über ausreichend Zivilcourage zum Wohle der Allgemeinheit verfügen, prüften wir aufmerksamer Weise auch gleich die Bierzapfanlage auf Funktionalität. Siehe da, sie funktionierte! Ein gutes Gefühl einen Beitrag zum Gesellschaftlichen wohl geleistet zu haben!
Nach Beendigung des Tests begaben wir uns dann in ein anderes Lokal, wo sich die Stockwerkanzahl irgendwo im zweistelligen Bereich bewegte. Jedenfalls hatte man dort durch die Fensterfassade einen herrlichen Überblick über Tokyo bei Nacht.
Hier ein Foto von uns und dem Lokal, dass durch die Aussicht und das Ambiente völlig überzeugen konnte. Da Diana, die Dame auf diesem Bild hier ihren letzten Abend in Tokio verbrachte und es ihr Wunsch war, in eine Karaoke Bar zu gehen lies sich das schwer bis gar nicht vermeiden. So kamen wir in der Karaoke Bar zu einer Zeit an, zu der ich eigentlich schon im Bett sein wollte, da es wochentags war und ich morgens raus musste. Aber ich gehe davon aus, die meisten von euch hätten ähnlich entschieden wie ich,
nämlich falsch!
Angekommen, doch schon geprägt von Heiterkeit, konnte der feuchtfröhliche Spaß umrandet von der eigens interpretierten Musik also weitergehen.
Eins Vorweg zu Karaoke in Japan. Man kann es nicht mit Karaoke in Österreich bzw. Europa vergleichen. Hier mietet man sich Gruppenweise einen Raum, indem Equipment und Sitzgelegenheiten, quasi ein kleines Wohnzimmer bereitstehen um dort dann Karaoke zu singen. Und die Musikauswahl ist riesig. Irgendwer von euch mal ein klassisches Telefonbuch in den Händen gehalten in letzter Zeit? Wäre ein guter Vergleich! Und für jene von euch, die sich fragen, ob die auf dem Bild zur Schau gestellten Backen die meinigen sind, diejenigen muss ich enttäuschen. Die sind britischer Natur!
Aber auch der schönste Karaokeabend nimmt ein Ende. Beim Anblick meiner auch definitiv nicht zu früh! Morgens, als der Wecker läutete brachte ich vermutlich nicht ganz so einen euphorischen Gesichtsausdruck zur Welt.
Aber was solls, immerhin war ja schon Freitag!
Freitag, 17.30. Was sagt mir das? Wochenende! Also Daumen hoch!
Die nicht vorhandenen Sorgen einer nicht anstrengenden Woche wegzuspühlen stand aber trotzdem nicht am Plan. Vorerst nicht! Ich verbrachte dem Abend gemütlich in meinem Appartment, da ich Samstag zum Einen durch die Stadt marschieren wollte und zum Anderen am Abend auf einer Party eingeladen war.
Ich machte mich auf zum Kaiserpalast und marschierte dort durch die Gärten, da man ja nur äußerst selten die Gelegenheit bekommt in den Palast rein zu spazieren. Dann fuhr ich nach Shinjuku, einem Stadtteil mit unzähligen Shoppingmöglichkeiten. Als ich aus dem Bahnhof mal raus gefunden habe, was nicht unbedingt einfach war, spazierte ich dort also durch die Gegend.
Und ja Freunde, der Punk ging ab!
Jedoch war dieser Stadtteil recht vielseitig, wie die nächsten Bilder untermalen werden.
Das war übrigens der ERSTE Obdachlose, den ich in über einem Monat in Tokio gesehen habe. Erscheint mir glücklicherweise doch recht wenig! Aber auch er bestätigte die permanente Müdigkeit der Japaner
So in etwa schauten die Straßen dort aus. In diesem Fall befand ich mich vor einer Spielhalle, von denen es recht viele gibt in Tokio.
Sie machte brav Werbung für........ keine Ahnung was. Aber es hätte ihr ja auch niemand verboten ihre Reklametafeln mit für mich lesbaren Buchstaben zu versehen. Sie war jedenfalls für ein Foto zu haben. Auch wenn ich kein Interesse an dem zeigte, was auch immer sie verkauft hat.
Ach ja. Für alle von euch, die sich immer schon mal fragten, ob es in Japan auch Birkenstock gibt habe ich nun endlich die Antwort gefunden. Ja, es gibt sie!
Nachdem ich mir dann noch geniale neue Kopfhörer gekauft habe machte ich mich auf die Heimreise, da ich ohnehin schon spät dran war. Greg hatte ja gerufen. Heim, umgezogen und auf den Weg zu ihm kaufte ich noch eine Flasche Gin zum Warm werden. Wie sich später herausstellte verfehlte diese ihren Sinn und Zweck nicht.
Bei ihm herrschte rege Stimmung und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Eigentlich ähnlich wie in Österreich....bis auf die Leute, die schauen hier anders aus. Es wird zur Wohnungsparty geladen, die Anwesenden betrinken sich, einige gehen danach heim und andere gehen fort. Überraschenderweise war ich unter denjenigen, die sich für einen Clubbesuch entschieden haben.
Hier die Clubmannschaft
Wir fuhren darauf hin in einem Club, der sich Muse nannte. Ich weiß, dass ich dort mit einem Long Island Icetea, der erstaunlicherweise köstlich schmeckte begonnen hatte. Dann verschwimmen die Erinnerungen doch sehr stark. Ich kann mich nur noch vereinzelt an Dinge erinnern, was auf einen tollen Abend hindeutet! ;) Am Sonntag versuchte ich die Location in meinem Kopf zu rekonstruieren. Keine Chance! Jedoch muss ich zu meiner Verteidigung auch erwähnen, dass dieser Club äußerst verwinkelt war und zudem zwei oder drei Etagen hatte. Dadurch, dass mein Rhytmus durch den Samstag Abend durcheinander gebracht wurde(weil ich ja sonst immer Freitag fortgehe), war am Sonntag für mich kein Fußball auf dem Programm...Letztendlich aber auch nicht so schlimm, da es ohnehin regnete.
Tja, Liebe Leser und Leserinnen, liebe Fans und diejenigen, die sich vom Berufsalltag ablenken wollen bzw. denen einfach nur langweilig ist, das waren wieder ein paar Dinge meines Aufenthaltes in Tokio!
Auf bald!
Sayounara
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