Donnerstag, 26. Juli 2012

Chapter's end

Liebe Leser/innen!

Nun hat sich ein 2monatiger Abschnitt meines jungen Lebens dem Ende zugeneigt. Tokyo war eine sehr wertvolle Erfahrung für mein Leben, die ich nicht missen möchte. Es war äußerst interessant, eine so unterschiedliche Kultur kennen zu lernen und nach ihren gesellschaftlichen Werten zu leben(zumindest teilweise). Meine Augen durften viele kulturellen Dinge erleben, die teilweise auch in Österreich wünschenswert wären, jedoch völlig utopisch wären. Andererseits begegnet man manch Dingen, die Japanern völlig alltäglich erscheinend eher kopfschüttelnd.
Eine der größten Überraschungen war für mich eindeutig, dass die Japaner kulinarisch so vielseitig sind und ihr Handwerk köstliche Gerichte zu kochen wirklich verstehen.....und das stets frisch, was auch in Österreich manchmal wünschenswert wäre...
Ein anderer äußerst interessanter Punkt sind die Welten, die sich zwischen den Verhaltensweisen der Japaner in nüchternen und betrunkenen Zustand auftuhen... Ist ja durchaus keine Seltenheit, dass ein Japaner im Anzug um 10 Uhr abends am Straßenrand kniehend bzw. stehend auf elegante Art und Weise seinen Mageninhalt der Öffentlichkeit zur Schau stellt. Mich hats jeden falls gut amüsiert!
Trotz all den amüsanten Dingen, die mir wiederfahren sind und all den unvergesslichen Erlebnissen(wobei einige bereits an Ort und Stelle vergessen worden...) könnte ich mir nicht vorstellen, langfristig in Tokio zu leben. Auf Dauer wirken diese Menschenmassen doch sehr beengend und bedrückend. Und auch die Wohnräume sind sehr klein, sodass man sich nur schwer daran gewöhnen kann, wenn man in einem Einfamilienhaus aufgewachsen ist.
An meinem letzten Tag in Tokio hatte ich jedenfalls sehr gemischte Gefühle. Vorwiegend herrschte in mir eine Aufbruchsstimmung. Ich fühlte mich wie auf einem Festival am Sonntag, wenn die Leute die Heimreise antreten und ein schreckliches Chaos hinterlassen. Dieses Gefühl, einfach nur weg zu wollen wühlte in mir. Jedoch weiß ich nicht, warum ich so fühlte. Ich denke, dass eine Symbiose aus Kater, Neugierde auf Bali und den vielen Menschen in Tokio in mir diesen Geisteszustand verursacht hat.
Letztendlich möchte ich mich noch bei allen Menschen, die mir bei meinem Aufenthalt in Tokio begegnet sind danken für die tolle Zeit, die ich hatte. Speziell meine Arbeitskollegen halfen mir immer, wenn ich was brauchte und waren immer äußerst freundlich zu mir. Danke auf diesem Wege!
Ihr werdet vermutlich verstehen, dass das mein letzter Beitrag in zum Thema Tokio ist.
ABER....der Blog heißt ja "Being Abroad Lesson No.1" und nicht "Tokio" Somit werde ich euch auf über die Dinge, die mir in Bali widerfahren am laufenden halten!

Bis bald!

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