Donnerstag, 26. Juli 2012

Good times rollin'

Hey mates!

Nach einer weit angenehmeren Anreise als erwartet bin ich nun in Bali angekommen. Sowohl während des Flugs von Tokio nach Kuala Lumpur habe ich schlafen können als auch beim Flug von Kuala Lumpur nach Denpasar.
Negatives Highlight war das Kühlschrankfeeling am Kuala Lumpur International Airport. Es war dort echt scheisskalt. Also falls ihr dort mal hinkommen solltet, zieht euch warm an!
Angekommen in Bali am Flughafen war ich noch ungewiss, was der nächste Schritt meiner Reise sein wird. Ich sprach am Flughafen zwei europäisch wirkende Mädchen an, die letztendlich aus Vorarlberg kamen, und unterhielt mich mit ihnen während wir auf unser Visa warteten. Dann bekam ich endlich eine Nachricht von meiner Freundin Anna, die mir mitteilte, ich soll zum Mc Donalds nah Kuta Beach kommen. Nachdem die Vorarlberger dasselbe Ziel hatten teilten wir uns ein Taxi und furen nach Kuta Beach. Dort angekommen hatte mich Anna auch gleich empfangen. Schnell die Koffer ins Quartier und ab auf den Strand!
Dort wurde ich auch gleich weiteren Österreichern vorgestellt und das erste Bier wurde getrunken. Wir saßen in einer gemütlichen Runde, in der auch balinesische Surflehrer waren. Also nutzte ich die Gelegenheit und begab mich in die Fluten. Meine ersten Surfversuche waren überraschenderweise auch gleich relativ erfolgreich. So chillten wir am Strand und genossen den Sonnenuntergang in entspannter Atmosphere. Krasses Gegenteil zu Tokio, wo doch immer alles recht stressig wirkte.
Am Abend gings dann zur Sache. Das Kuta Nightlife wurde erkundet. Die erste Station machten wir in einer Bar, wo sonst eigentlich nur australische Surfer waren. Alle trainiert und gewillt dies auch zur Schau zu stellen...Egal, wie alle dort haben auch wir uns besoffen. Als die Bar dann zusperrte, gingen wir in einen Club. Wer nun auf den Namen des Clubs wartet tut dies vergeblich, da ich keine Ahnung mehr habe davon. Was jedenfalls komisch war war, dass in diesem normalen Club auch jede Menge Prostituierte unterwegs waren, die ihre Dienste zur Verfügung stellten. Recht viel mehr kann ich zu dieser Nacht nicht mehr sagen, weil die Erinnerungen sehr wage sind.
Heute aufgestanden völlig verkatert checkten wir vom Hotel aus und suchten uns ein Taxi ins landesinnere. Wir sind nun im Zentrum von Bali und haben zu sechst eine Villa bezogen, die in traumhaften Umfeld liegt.
Nachdem wir die ersten Eindrücke genossen haben borgten wir uns Roller aus und machten uns auf Erkundungstour. Kater, Linksfahren und der Fahrstill der Balinesen waren anfangs keine gute Mischung. Es pendelte sich jedoch ein. Wir fuhren durch die Gegend und kamen dann ins Gebirge fernab von Touristen. Einfach traumhaft






Auf dem Heimweg genossen wir am Straßenrand noch ein gemütliches Abendessen für ungefähr 2€...Einfach unglaublich! Jetzt haben wir den Abend noch gemütlich in unserer Wahnsinnsunterkunft auf der Terrasse ausklingen lassen! Jetzt heißts ab ins Bett, da für morgen wieder einiges geplant ist!
Also, bis bald!

Chapter's end

Liebe Leser/innen!

Nun hat sich ein 2monatiger Abschnitt meines jungen Lebens dem Ende zugeneigt. Tokyo war eine sehr wertvolle Erfahrung für mein Leben, die ich nicht missen möchte. Es war äußerst interessant, eine so unterschiedliche Kultur kennen zu lernen und nach ihren gesellschaftlichen Werten zu leben(zumindest teilweise). Meine Augen durften viele kulturellen Dinge erleben, die teilweise auch in Österreich wünschenswert wären, jedoch völlig utopisch wären. Andererseits begegnet man manch Dingen, die Japanern völlig alltäglich erscheinend eher kopfschüttelnd.
Eine der größten Überraschungen war für mich eindeutig, dass die Japaner kulinarisch so vielseitig sind und ihr Handwerk köstliche Gerichte zu kochen wirklich verstehen.....und das stets frisch, was auch in Österreich manchmal wünschenswert wäre...
Ein anderer äußerst interessanter Punkt sind die Welten, die sich zwischen den Verhaltensweisen der Japaner in nüchternen und betrunkenen Zustand auftuhen... Ist ja durchaus keine Seltenheit, dass ein Japaner im Anzug um 10 Uhr abends am Straßenrand kniehend bzw. stehend auf elegante Art und Weise seinen Mageninhalt der Öffentlichkeit zur Schau stellt. Mich hats jeden falls gut amüsiert!
Trotz all den amüsanten Dingen, die mir wiederfahren sind und all den unvergesslichen Erlebnissen(wobei einige bereits an Ort und Stelle vergessen worden...) könnte ich mir nicht vorstellen, langfristig in Tokio zu leben. Auf Dauer wirken diese Menschenmassen doch sehr beengend und bedrückend. Und auch die Wohnräume sind sehr klein, sodass man sich nur schwer daran gewöhnen kann, wenn man in einem Einfamilienhaus aufgewachsen ist.
An meinem letzten Tag in Tokio hatte ich jedenfalls sehr gemischte Gefühle. Vorwiegend herrschte in mir eine Aufbruchsstimmung. Ich fühlte mich wie auf einem Festival am Sonntag, wenn die Leute die Heimreise antreten und ein schreckliches Chaos hinterlassen. Dieses Gefühl, einfach nur weg zu wollen wühlte in mir. Jedoch weiß ich nicht, warum ich so fühlte. Ich denke, dass eine Symbiose aus Kater, Neugierde auf Bali und den vielen Menschen in Tokio in mir diesen Geisteszustand verursacht hat.
Letztendlich möchte ich mich noch bei allen Menschen, die mir bei meinem Aufenthalt in Tokio begegnet sind danken für die tolle Zeit, die ich hatte. Speziell meine Arbeitskollegen halfen mir immer, wenn ich was brauchte und waren immer äußerst freundlich zu mir. Danke auf diesem Wege!
Ihr werdet vermutlich verstehen, dass das mein letzter Beitrag in zum Thema Tokio ist.
ABER....der Blog heißt ja "Being Abroad Lesson No.1" und nicht "Tokio" Somit werde ich euch auf über die Dinge, die mir in Bali widerfahren am laufenden halten!

Bis bald!

Mittwoch, 4. Juli 2012

Von Punk bis Muse

Liebe Damen und Herren!

Da ich nun lange nichts mehr von mir hören habe lassen bzw. niemanden belästigt habe, ist es nun wieder einmal höchste Zeit dies zu tun!
Was sich getan hat? Tja, so einiges. Zum Beispiel ein Besuch Shibuya, einem Stadtteil in Tokio, der vermutlich eine der berühmtesten Kreuzungen der Erde beherbergt und auch sonst einiges zu bieten hat. Vor allem Leute.


Dort trafen wir uns in einer Bar. Da wir alle über ausreichend Zivilcourage zum Wohle der Allgemeinheit verfügen, prüften wir aufmerksamer Weise auch gleich die Bierzapfanlage auf Funktionalität. Siehe da, sie funktionierte! Ein gutes Gefühl einen Beitrag zum Gesellschaftlichen wohl geleistet zu haben!
Nach Beendigung des Tests begaben wir uns dann in ein anderes Lokal, wo sich die Stockwerkanzahl irgendwo im zweistelligen Bereich bewegte. Jedenfalls hatte man dort durch die Fensterfassade einen herrlichen Überblick über Tokyo bei Nacht.

Hier ein Foto von uns und dem Lokal, dass durch die Aussicht und das Ambiente völlig überzeugen konnte. Da Diana, die Dame auf diesem Bild hier ihren letzten Abend in Tokio verbrachte und es ihr Wunsch war, in eine Karaoke Bar zu gehen lies sich das schwer bis gar nicht vermeiden. So kamen wir in der Karaoke Bar zu einer Zeit an, zu der ich eigentlich schon im Bett sein wollte, da es wochentags war und ich morgens raus musste. Aber ich gehe davon aus, die meisten von euch hätten ähnlich entschieden wie ich,
nämlich falsch!
Angekommen, doch schon geprägt von Heiterkeit, konnte der feuchtfröhliche Spaß umrandet von der eigens interpretierten Musik also weitergehen.



Eins Vorweg zu Karaoke in Japan. Man kann es nicht mit Karaoke in Österreich bzw. Europa vergleichen. Hier mietet man sich Gruppenweise einen Raum, indem Equipment und Sitzgelegenheiten, quasi ein kleines Wohnzimmer bereitstehen um dort dann Karaoke zu singen. Und die Musikauswahl ist riesig. Irgendwer von euch mal ein klassisches Telefonbuch in den Händen gehalten in letzter Zeit? Wäre ein guter Vergleich! Und für jene von euch, die sich fragen, ob die auf dem Bild zur Schau gestellten Backen die meinigen sind, diejenigen muss ich enttäuschen. Die sind britischer Natur!


Aber auch der schönste Karaokeabend nimmt ein Ende. Beim Anblick meiner auch definitiv nicht zu früh! Morgens, als der Wecker läutete brachte ich vermutlich nicht ganz so einen euphorischen Gesichtsausdruck zur Welt.

Aber was solls, immerhin war ja schon Freitag!


Freitag, 17.30. Was sagt mir das? Wochenende! Also Daumen hoch!


Die nicht vorhandenen Sorgen einer nicht anstrengenden Woche wegzuspühlen stand aber trotzdem nicht am Plan. Vorerst nicht! Ich verbrachte dem Abend gemütlich in meinem Appartment, da ich Samstag zum Einen durch die Stadt marschieren wollte und zum Anderen am Abend auf einer Party eingeladen war.





Ich machte mich auf zum Kaiserpalast und marschierte dort durch die Gärten, da man ja nur äußerst selten die Gelegenheit bekommt in den Palast rein zu spazieren. Dann fuhr ich nach Shinjuku, einem Stadtteil mit unzähligen Shoppingmöglichkeiten. Als ich aus dem Bahnhof mal raus gefunden habe, was nicht unbedingt einfach war, spazierte ich dort also durch die Gegend. 
Und ja Freunde, der Punk ging ab!


Jedoch war dieser Stadtteil recht vielseitig, wie die nächsten Bilder untermalen werden.

Das war übrigens der ERSTE Obdachlose, den ich in über einem Monat in Tokio gesehen habe. Erscheint mir glücklicherweise doch recht wenig! Aber auch er bestätigte die permanente Müdigkeit der Japaner



So in etwa schauten die Straßen dort aus. In diesem Fall befand ich mich vor einer Spielhalle, von denen es recht viele gibt in Tokio.


Sie machte brav Werbung für........ keine Ahnung was. Aber es hätte ihr ja auch niemand verboten ihre Reklametafeln mit für mich lesbaren Buchstaben zu versehen. Sie war jedenfalls für ein Foto zu haben. Auch wenn ich kein Interesse an dem zeigte, was auch immer sie verkauft hat.
Ach ja. Für alle von euch, die sich immer schon mal fragten, ob es in Japan auch Birkenstock gibt habe ich nun endlich die Antwort gefunden. Ja, es gibt sie!


Nachdem ich mir dann noch geniale neue Kopfhörer gekauft habe machte ich mich auf die Heimreise, da ich ohnehin schon spät dran war. Greg hatte ja gerufen. Heim, umgezogen und auf den Weg zu ihm kaufte ich noch eine Flasche Gin zum Warm werden. Wie sich später herausstellte verfehlte diese ihren Sinn und Zweck nicht.


Bei ihm herrschte rege Stimmung und so nahmen die Dinge ihren Lauf. Eigentlich ähnlich wie in Österreich....bis auf die Leute, die schauen hier anders aus. Es wird zur Wohnungsparty geladen, die Anwesenden betrinken sich, einige gehen danach heim und andere gehen fort. Überraschenderweise war ich unter denjenigen, die sich für einen Clubbesuch entschieden haben.
Hier die Clubmannschaft


Wir fuhren darauf hin in einem Club, der sich Muse nannte. Ich weiß, dass ich dort mit einem Long Island Icetea, der erstaunlicherweise köstlich schmeckte begonnen hatte. Dann verschwimmen die Erinnerungen doch sehr stark. Ich kann mich nur noch vereinzelt an Dinge erinnern, was auf einen tollen Abend hindeutet! ;) Am Sonntag versuchte ich die Location in meinem Kopf zu rekonstruieren. Keine Chance! Jedoch muss ich zu meiner Verteidigung auch erwähnen, dass dieser Club äußerst verwinkelt war und zudem zwei oder drei Etagen hatte. Dadurch, dass mein Rhytmus durch den Samstag Abend durcheinander gebracht wurde(weil ich ja sonst immer Freitag fortgehe), war am Sonntag für mich kein Fußball auf dem Programm...Letztendlich aber auch nicht so schlimm, da es ohnehin regnete.

Tja, Liebe Leser und Leserinnen, liebe Fans und diejenigen, die sich vom Berufsalltag ablenken wollen bzw. denen einfach nur langweilig ist, das waren wieder ein paar Dinge meines Aufenthaltes in Tokio!

Auf bald!
Sayounara