The impressions that I got.
Angekommen in Bangkok geblendet vom Kontrast gegenüber Tokio machte ich mich auf den Weg Richtung Khao San Road um ein Quartier zu finden. Nach einigen Hostels und genervt von der Gepäckschlepperei habe ich mich kurzerhand für das Marco Polo Hostel entschieden. Nicht besonders schön, keine gute
Lage und auch kein wirklich freundliches Personal. Egal, die Bequemlichkeit hat einen Sieg davon getragen. Unter meinem Zimmer war übrigens auch ein Club, was mir vor allem nachts nicht entgehen konnte. Bis fünf Uhr morgens war ich jede Nacht Live dabei. Und nein, die Musik war nicht annähernd gut, aber man muss bekanntlich auch verlieren können. Tagsüber besuchte ich noch einige Tempel und machte auch den ganzen anderen Kram, den Touristen so machen. Jedoch muss ich sagen, dass Bangkok neben dem verrückten Nachtleben nicht sonderlich viel zu bieten hat. Vielleicht waren diese Impressionen auch von der Vorfreude auch Österreich geprägt. Egal, Jetzt schwer zu beurteilen.
Ich machte mich nach drei Tagen auf die Heimreise, die von Bangkok über Kuala Lumpur und Tokio nach Wien führte. Der Spaß kostete mich um die 43 Stunden. Aber die Vorfreude ist ja bekanntlich die größte Freude. Somit war die Heimreise im Großen und Ganzen ok.
Tja, was bleibt von den letzten drei Monaten? Definitiv viele unvergessliche Ereignisse und auch Bekanntschaften. Vielleicht auch die Geschichten, die man als Großvater seinen Enkeln erzählt. Aus dem Stehgreif schwer zu sagen, weil einfach zu viel passiert ist. Ich hatte jedenfalls eine gute Zeit. Aber wenn ich mich an meine Ankunft in Wien am Flughafen erinnere, schaute ich nur, dass ich schnellstmöglich mein Gepäck bekomme und endlich raus zu kommen, wo meine Freunde auf mich warteten. Meine Gefühle waren geprägt von Kaffeemissbrauch im Flugzeug und der überschäumenden Euphorie, die ich hegte aufgrund des Wiedersehns von Österreich und vor allem den Leuten, die mir wichtig sind. Somit kann man sagen, was bleibt ist der Eindruck.
Getrieben von meinem Verlangen sämtliche Leute, die mir in irgendeinder Form was bedeuten wieder zu sehen machte ich mich die nächsten vier Tage auf eine schlafarme Reise durch Lokale, Festivals und andere Festivitäten um dies zu stillen. Es fühlte sich gut an, abgesehen von diversen Katern. Wenn ich die Möglichkeit nochmal hätte diesen Asien Trip zu machen würde ich es nochmal genau so machen. Einfach um sich der Herausforderung zu stellen sich in fremden Kulturen zu behaupten und sie auf diese intensive Art und Weise kennen zu lernen. Dadurch, dass ich grundsätzlich alleine unterwegs war hatte ich auch den Zwang mich immer wieder auf neue Menschen einzulassen, was eine spannende Sache ist. Jedoch machte es mich gegen Ende meiner Reise müde.
Ein anderer wichtiger Punkt sind die wunderbaren Dinge, die man im Laufe der Zeit erlebt. Sie sind wunderschön, sie wären jedoch noch unvergesslicher, wenn man sie mit Freunden teilen könnte. Auch wenn es ein wenig ausschweifen sein mag, aber in diesen Situationen kristallisieren sich die wichtigen Dinge im Leben heraus, nach denen man verlangt um glücklich zu sein. An dieser Stelle könnte man jetzt viele Dinge nennen, die einem wichtig erscheinen oder vielleicht auch wichtig sein mögen. Jedoch hat sich mir in gewissen Situationen ganz klar gezeigt, dass Freunde und Menschen die man gerne hat der Weg zum Glück sind und nicht etwa Wohlstand, wobei das auch ein wichtiger Faktor zum Glück für uns alle ist, wenn wir uns ehrlich sind. Vielleicht kommen hier noch einige Eindrücke von Bali bzw. den Menschen und deren einfachen Leben
hinzu. Die Menschen führen ein einfaches Leben, jedoch sind sie grundsätzlich viel Glücklicher als vergleichsweise wir Österreicher, weil sie nicht permanent in der Angst leben die Dinge, die sie haben zu verlieren. In unserern Breitengraden sind wir mittlerweile aufgrund unserers Wohlstands viel zu materialistisch veranlagt, was sich wenn man es versucht objektiv zu betrachten nur negativ auswirkt. Dieses ständige hinterherjagen nach Wohlstand und Statussymbolen um anderen zu zeigen, dass man jemand ist verseucht doch unsere ganze Gesellschaft. Nun bin ich zwar ziemlich abgeschweift und ich musste auch nicht erst drei Monate ins Ausland um diese Dinge zu erkennen. Jedoch unterstreichen meine Erfahrungen genau diese Dinge. Wenn man so will wird der individuelle Horizont erweitert und man sieht Dinge auch aus Perspektiven, aus denen man sie vorher noch nie gesehen hat.
Ich könnte mich hier jetzt noch mit vielen anderen Punkten auseinander setzen, jedoch würde es einfach zu lange dauern um alle Impressionen zu bewerten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.
Wie oben gesagt, es bleiben die Erinnerungen an eine gute Zeit.
Somit sind wir am Ende von Being Abroad Lesson No.1 angelangt. Ich hoffe, ich konnte euch Eindrücke vermitteln und euch in einer gewissen Art und Weise unterhalten.