Mittwoch, 20. Juni 2012

Thank you for being friends!


Der Freitag war gekommen und ich schwer motiviert, mir einen hinter die Binde zu kippen. Am Nachmittag im Büro fragte mich ein japanischer Arbeitskollege, ob wir uns am Abend nicht in dem deutschen Lokal bei mir um die Ecke treffen wollen. Ich freute mich natürlich über den Akt der gesellschaftlichen Integration und sagte zu. Das Lokal, das übrigens den Namen "Bernds Bar" trägt hatte echt Charakter. Es war liebevoll mit vielen persönlichen Gegenständen, signierten Fußballdressen und Fotos vom Besitzer mit berühmten Persönlichkeiten dekoriert. Man könnte es auch mit urig deklarieren. Es erinnerte mich ein wenig ans gute alte "Fritz". Zu trinken gab es ausschließlich deutsches Bier und die Speisekarte hatte auch auschließlich deftige deutsche Speisen in sich. Die Figur des Chefs, der das Lokal übrigens schon 21 Jahre führt, lässt darauf schließen, dass er auch selbst gerne an seinen deftigen Speisen nascht.








Ich und Kondo San, der mittlerweile auch schon 50 ist, jedoch noch immer schnittiger Junggeselle, verbrachten dort einige gemütliche Stunden, bevor wir uns um ca. 23.30 trennten.


Es war Freitag und somit mein wöchentlicher Fix-EM Termin. Also schnell über die Straße in die Sportsbar. Dort angekommen hielt ich den Biertrend mit Erfolg aufrecht.





Ich lernte kurzerhand eine bunt zusammengewürfelte Gruppe mit Beteiligung aus Australien, Belgien, England, Mexiko und Japan kennen. Mit diesen wunderbaren Menschen verbrachte ich dann auch die Zeit bis 6 Uhr morgens, bis auch das 2. EM Spiel zu Ende war. War eine relativ amüsante Nacht, in der letztendlich auch der Alkoholmissbrauch wieder nicht ausblieb.... Bier, australischer Wein aka. Gaumenfiesling und vor kurzen habe ich auch noch erfahren, dass ich die Kehle auch mit reichlich Tequila gespühlt habe.... aber das schöne am Betrinken ist, dass es auf der ganzen Welt gleich funktioniert und man auch immer ausreichend Menschen findet, mit denen man praktisch agieren kann.














Um 6 Uhr morgens machten sich die Herrschaften von der Nacht gezeichnet auf den Heimweg. Ich machte dann noch meine Standardrunde, die auch noch bis 9 Uhr morgens andauerte.


Der Samstag war wie gewohnt tagsüber quasi nicht vorhanden. Am Abend war ich mit der Japanerin vom Vorabend noch gemütlich unterwegs. Da sie in Berkeley studierte, sprach sie auch perfekt Englisch, was bei Japanern ja definitiv nicht als kollektives Attribut gesehen werden kann. Vernünftigerweise war um ca 24.00 Schluss, da ja sonntags wie immer Fußball am Programm stand.


Am Sonntag um 8.00 einigermaßen frisch und ausgeschlafen, sofern man das an einem Sonntag Vormittag sein kann, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen Michael, der mich diesmal mitnahm. Das Wetter war diesmal nicht so heiß, was man definitiv als Vorteil zu meinen Gunsten auslegen kann. Auch die Besuche im Fitnesscenter unter der Woche haben ihre Wirkung nicht verfehlt. So gesehen gehts sportlich steil bergauf, was mir äußerst gut gefällt!


Am Abend folgte ich dann der reizenden Einladung von Michael, meinem Arbeitskollegen, mit ihm und seiner Freundin essen zu gehen. Den Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber wir hatten quasi unseren eigenen Grill am Tisch. Als Nebenspeisen gab es köstliche Salate und jeder neue Teller mit Fleisch, der unseren Tisch erlangte, war in Begleitung von unterschiedlichen Saucen oder Varianten das Fleisch zu verzehren. Kann ich nur jedem empfehlen, der mal in Japan unterwegs ist! !


So, Dudes! Genug über das We

Freitag, 15. Juni 2012

Kick it like Kagawa!


Als ich am Sonntag aufwachte, war ich doch sehr ausgeschlafen. War jetz auch nicht die große Überraschung, nachdem ich gut 20 Stunden geschlafen habe. Ich stand auf, packte mein Fußballzeugs zusammen und machte mich auf den Weg. Da ich gut 35 Stunden nichts gegessen hatte, machte sich im Magen gähnende Leere breit und so beschloss ich kurzerhand noch zum altbewährten Mc Donalds zu gehen.
Am Weg dorthin durch Roppongi waren noch deutlich die Sünden der Nacht zu riechen bzw. in Form von torkelnden Alkoholleichen oder quietschenden Japanerinnen zu sehen. Die Frage die ich mir stellte:"War das gestern Morgen auch so?" Naja, ich hatte samstags und sonntags früh wohl unterschiedliche Wahrnehmungen. Auch bei McD waren die letzten Leichen noch nicht weggeräumt. Ein Nachteil der 24 Stunden Öffnungszeiten. Wobei ich die Situation auch von der anderen Seit nur zu gut kenne. Zugegebenermaßen widerte mich diese Situation doch ein wenig an. Aber wenn man hungrig ist, kann man schon mal über das ein oder andere Elend hinwegsehen. Frühgestückt und doch etwas konfus von dem vielen Schlaf machte ich mich mit der U-Bahn auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen, der mich dann mit nach Yokohama nahm, wo wir am Kunstrasenplatz einer Deutschen Schule unserer Leidenschaft nachgehen konnten.
Das Niveau war hoch, das Wetter sehr heiß und ich nach 10 Minuten fast Tod. So der Lauf der Dinge. Der vergangene Mai, der mein Leben nicht unbedingt nachhaltig prägte, mein Jetlag und dieser verdammte Freitag vermochten meinen Körper offensichtlich nicht gut zu tun. Übrigens habe ich aus dem ganzen Spaß einen gewaltigen Sonnebrand im Gesicht, dem Nackenbereich und den Händen davongetragen.Trotzdem war es sehr unterhaltsam und ich werde auch diesen Sonntag wieder am Start sein. Nachdem Fußball wurde vor Ort auch noch köstlich gegrillt und Bier getrunken, was ich super fand! Beim Grillen wurde ich von meinem Arbeitskollegen und dessen Familie mit Essen gesponsert! Christian, Danke dafür noch mal an dieser Stelle! Thumbs up! Nachdem ganzen Spektakel machte ich mich wieder auf die Heimreise und der Sonntag ist gemütlich ausgeklungen. Montag gabs Lohnvorschuss! Nach der Arbeit war ich sofort wieder in Akihabara, dem Elektronikviertel, am Start. Nur für euch, liebe Leser habe ich beschlossen, mir eine Kamera zu kaufen um euch auch mit Fotos füttern zu können. Text ohne Bilder will ja kein Mensch heutzutage. Nach 5 Stunden hin und her war ich ziemlich angepisst. Das Modell, dass ich wollte, gab's nur mit japanischer Bedienung, die andere Auswahl war dann nicht mal annähernd überschaubar....Letztendlich machte ich mich auf dem Weg zur U-Bahn und wollte enttäuscht und nach diesem Menschenauflauf relativ misanthropisch veranlagt die Heimreise antreten. Neben der U-Bahn Station war noch so ein Elektronikhändler. Ich gab dem Vorhaben noch eine letzte Chance und da mir an diesem Abend alles schon relativ gleichgültig war kaufte ich mir dann doch noch eine Kamera.
Hello Sony Nex, my new friend! Ab jetz gibts Fotos, liebe Leser!
Der Rest der Woche war nicht sehr Ereignisreich. Das einzig nennenswerte war wohl das Mittagessen im Four Seasons Hotel am Mittwoch, dass wieder sehr exklusiv ausgefallen ist...


Der Spaß hatte wieder 4 Gänge und war an Köstlichkeit nur schwer zu übertreffen....

Aja, bye the way kann ich jetzt auch das im ersten Beitrag erwähnte Phänomen erläutern, da ich es jetzt auch grafisch untermalen kann.
Die Japaner sind wohl die Weltmeister im Powernapping. Sie steigen in ein öffentliches Verkehrsmittel ein und schlafen. So war es im Flugzeug und vor allem in der Metro ist das Standard, sofern sie einen Sitzplatz ergattern. Das beeindruckende an der Sache ist, dass sie immer wieder rechtzeitig aufwachen. Mir nach wie vor ein Rätsel...

So, jetzt hab ich den Blog endlich mal am Puls der Zeit gebracht. Ach ja, was noch als Highlight bezeichnet werden könnte is das Update an meinem Kühlschrank, dass ich vorgenommen habe. :) Somit kann ich mit White Russian Gin Tonic und Bier protzen!

Peace out!

Mittwoch, 13. Juni 2012

Elektronik,die Japaner und der kalte Krieg!

Letzen Donnerstag Abend wagte ich also nach der Arbeit die Fahrt ins japanische Elektronik El Dorado. Reizüberflutung, wohin das Auge reicht, so mein erster Eindruck. Und natürlich wieder Menschenmengen, wo man auch hinschaut...Liegt eventuell daran, dass im Ballungsraum Tokyo beschauliche 35 Millionen Menschen wohnen. Aber ich will ja nicht abschweifen....
Wir waren bei Reklametafeln, Japanern und elektronischen Artikeln, die das Blickfeld völlig für sich beanspruchen. Scheinbar bin ich mitten in Akihabara gelandet. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Kamera erworben habe, hier ein kleiner Schnappschuss, frisch "gegooglet".

Angekommen um ca. 20.00 verschaffte ich mir einen Überblick. Für mehr reichte es leider nicht, da die meisten Geschäfte hier um 21.00 schließen, was für österreichische Maßstäbe recht lang klingen mag.

Freitag in der Arbeit wurde mir verkündet, dass ich und ein paar andere Auserwählte vom Chef zum Essen eingeladen seien. Treffpunkt 19.00 Tokyo Midtown. Ich wusste nicht, was mich genau erwartete, jedoch hatte ich so eine Vorahnung. Der Restaurantselektion meines Chefs ist erfahrungsgemäß nur das gehobene Preissegment vorbehalten.
Im wunderschönen Open Air Ambiente auf der Terasse über/im Park, hinter dem sich die Skyline von Tokyo verborgen hat wurde also diniert. Aufgetischt wurde ein 10 Gänge Menü, deren kosten sich pro Person deutlich im dreistelligen Bereich wiederfanden gespickt voller Spezialitäten. Mein Higlight war definitv das Kobe Beef. Andere Gänge dienten eher der Horizonterweiterung. Speziell als Neo-Fischesser ist mein kulinarischer Horizont gerade hier in Japan doch sehr überschaubar. Tintenfisch, Oktopus und andere für mich nicht eindeutig identifizierbare Spezialitäten waren eigentlich recht delikat. Eine weitere Horizonterweiterung und gleichzeitig mein negatives Highlight des Dinners war definitiv in Kobe Beef eingewickelter Seeigel. Aber man möchte ja keine Erfahrungen missen.....
Das kollektive Sättigungsgefühl stellte sich nach dem 8. Gang ein. Nr. 9 und 10 waren dann noch Desserts und Kaffee. Nach Beendigung des Schlemmeraktes war in den Gesichtern der Runde nicht viel zu sehen außer eines, dass aber in allen Gesichter gleichermaßen stark vertreten war....Völle!

Nach reichlichen Bedanken für die nette Einladung wurde der Akt der Nahrungsnahme mit beginnendem Regen offiziell beendet. Ich machte mich nun auf den Weg zurück in die Heimat. "Roppongi, meine Perle" ist doch eine treffende Bezeichnung, leicht angelehnt an Hamburg. Nach 5 Minuten Fußmarsch angekommen in der Sportsbar meines Vertrauens ließ mich dieses intensive Völlegefühl nicht los. Als ich mein Bier dann endlich ausgetrunken habe begab ich mich in mein Appartment, welches unmittelbar daneben war. Dort wurde erst mal geskypt, währenddessen das Völlegefühl nachgelassen hat. Quasi die Ruhe vor dem Sturm....
Zu Beginn des 1. EM Match um 1.00 Ortszeit war ich wieder vertreten in der Sportsbar....neben mir ein Haufen euphorischer im Gesicht angeschmierter Polen, was den allgemeinen Lautstärkepegel doch sehr nach oben drückte. Aber gehört ja zum Fußball dazu. Zum Teil konnte ich mich ja mit ihnen idendifizieren. Wir Europäer sollten hier ja auch zusammenhalten. Ganz abgesehen davon, dass sie im Gesicht rot-weiß angeschmiert haben....Vielleicht hätte ich das 10 Bier später sogar als rot-weiß-rot gedeutet und hätte sie gefragt, woher aus Österreich sie seihen....
Ich habe fühlte mich dann doch eher bei der Bar geborgen, wo ich zuerst einem Deutschen erklärte, wie populär St. Pauli in Österreich sei und wie cool ich die Astra Printkampagnen finde. "Was ist Astra?" fragte er mich und ich erklärte ihm, es ist Bier aus St. Pauli. Durch seine nichtswissende Art über Hamburger Bier hat er deutlich an Sympathiewerten eingebußt, der alte Sack! Aber er war zumindest freundlich.
Danach sprach mich ein schwedischer Programmierer an, der auch neu in der Stadt bzw. dem Land und dem Kontinent ist. Quasi ähnliche Ausgangsposition. Er hieß Andreas, was ich cool fand, weil ich mir das auch besoffen merken konnte. Nachdem wir uns Polen - Griechenland fertig angeschaut hatten beschlossen wir auch kurzerhand die 2. Begegnung des Abends anzuschauen. Die Polen in der Bar wurden durch weit verrücktere Russen ausgetauscht und das ganze ging von vorne los....Die Biere flossen, die Menschen jubelten. Irgendwann kam ein dritter Typ in die Runde. Er stellte sich mit "Hey, I am Brian, the bad motherfucker!" vor, was auf lustige Unterhaltungen schließen lässt, vor. Nun waren wir also zu dritt. Der ruhige Skandinavier, der bad motherfucker und ich. Kurzzeitig hatte ich bedenken, dass der kalte Krieg entflammen würde, weil Brian verbal immer wieder richtig den Russen schoss. Aber naja....ich fands lustig. Der Typ zahlte nebenbei eine Runde Jägermeister nach der anderen und so stieg auch der Rauschpegel stetig an, was ja an und für sich eine schöne Entwicklung war. Um das Quartett zu vervollständigen kam noch ein Typ in die Runde. Er war Mitte 40, leicht gräuliche kurze Haare, weißes Hurley Shirt und weite Jeans. Das war John aus Boston,  US-Navy und nun auch Teil unserer Runde. Auf Brians Frage, was er hier macht hatte er nur ein "I'm here to getting drunk! What else?" über, was mich in dieser Situation köstlich amüsierte.
Gut besoffen beschlossen wir um 6 Uhr morgens endlich in ein Tanzlokal zu gehen. Am Weg durch die Straßen Roppongi's ging der "bad motherfucker Brian"(übrigens auch Mitte 40) verloren und wir waren nur noch ein Trio. Eine Runde später ist der Schwede augfrund körperlicher Schwächen auf dem Tisch eingeschlafen. Aber in der Bar war meine neue Hamburger Bekanntschaft vom letzten Wochenende. Lennard, der am Freitag übrigens Geburtstag hatte, war also auch da. Naja, nicht die bahnbrechenden News hinsichtlich dessen, dass der dort arbeitet...In dieser Situation war ich trotzdem froh ihn zu sehen. Also, der Navy, Lennard, ich und kurzerhand später auch eine Russin waren die neue Party Crowd. Feuchtfröhlich wurde weiter gesoffen bis die Bar schätzungsweise um 8 zusperrte. Lennard machte dann auch die Biege und wir waren erneut ein Trio. Die Russin wusste offensichtlich bestens bescheid, wo man zur späten bzw. frühen Stunde, je wie man will noch einen trinken gehen konnte. Über die Gesprächsthemen zu dieser Zeit kann ich im Nachhinein nicht mehr soviel sagen...aber so weit ich mich erinnern kann sprach ich mit beiden über politische Dinge, was ja grundsätzlich interessant ist, wenn man mit einem US-Soldaten bzw. einer Russin spricht und die Gesprächsthemen mitunter Krieg und Korruption behandeln.
Um 10 Uhr morgens war es so weit! Ich bestellte mir an der Bar stilles Wasser. Ein Zeichen von Schwäche meinerseits und überdies auch kein Schnäppchen für 6€. Jedoch ein klares Signal die Heimreise anzutreten, was ich dann auch gemacht habe.

Der Samstag konnte mit den Ereignissen vom Freitag nicht ganz mithalten, weil ich in Summe nur eine halbe Stunde auf war. Der Körper braucht nun mal seinen Schönheitschlaf.
Die halbe Stunde war ich übrigens deshalb auf, weil mich mein Arbeitskollege um 17.00 aufweckte zwecks dem Fußballspiel am Sonntag. Ich begrüßte ihm am Telefon sehr freundlich mit "Guten Morgen", was ihm Grund zur Frage gab, was ich Freitag Abend bzw. Nacht so gemacht habe. Danach ging's wieder ins Land der Träume.

Also Leute, das war jetzt so ein Teil meiner Geschichte bis vergangenen Samstag!

Stand 9.6.2012

Dienstag, 12. Juni 2012

Konichiwa Bitches!

Herzlich Willkommen zu meinem Blog!

Kaum zu glauben, dass ich mich dazu entschlossen habe, auf freiwilliger Basis etwas produktives zu tun. Aber so ist wohl der Lauf des Lebens und wie weit ein Blog produktiv sein mag, darüber lässt sich freilich streiten.
Andererseits kotzt mich der Facebook Chat schon ziemlich an! Also, entweder skypen, Blog lesen oder eine/r der Privilegierten sein, für dich ich die Tastatur befummle....Sonst wirds eng mit den News, wobei man davon ausgehen kann, dass sich das kollektive Interesse in Grenzen halten wird.

Also, Start meiner Reise war am Freitag, dem 1. Juni 2012 am Vienna International Airport. Zu meiner Enttäuschung bin ich diesmal weder Robert Nissel, noch Verona samt Franio und den Kids über den Weg gelaufen. War aber auch egal, weil ich sowieso wieder kein Foto mit den Herrschaften gemacht hätte.
Dem Freitag ging natürlich eine letzte Nacht in Österreich vor, die ich dem Wiener Spitzengastronom Anton Sachslehner, vielleicht besser bekannt als Saxi oder "Stuaschädl" widmete. Freundlicherweise fanden sich auch einige Freunde und Bekannte ein, um noch das eine oder andere Erfrischungsgetränk zu konsumieren.
Nun die erste Beichte, bevor eigentlich alles losging! [Juls, dei Shirt is noch wie vor im Saxx....ober i hob die Verschiffung scho beantragt.] Also, "Windfield goes Japanese" ist noch aktuell.
Mit euphorischen Gedanken trat ich um halb 6 morgens die Heimreise an. Euphorisch deshalb, weil bis zum Flug nicht viel Zeit war und ich spekulierte im Flugzeug durch die vorherrschende Müdigkeit die eine oder andere Stunde schlafen zu können. Tja, man kann sich gelegentlich auch täuschen. Dadurch habe ich das Entertainmentprogramm, dass die AuA zu bieten hat in vollen Zügen genießen können...
Im Flugzeug sah ich übrigens das erste Phänomen der Japaner, vielleicht auch der ganzen Asiaten...ich konnte der Sache noch nicht nachgehen....eventuell wird das nachgeliefert.
Gelandet in Japan, unmittelbar nach erfolgreichem Warenschmuggel diverser Präsente wurde ich abgeholt und auch sofort gefragt ob ich denn mit dem Auto nach Tokyo fahren wolle....Ja, Freunde, in Japan fahren die Menschen links! War übrigens meine zweite Erkenntnis.
Einquartiert in meinem Appartment im 14. Stock wurde als Primärziel die Tauglichkeit des Bettes erforscht.
Hier der Ausblick vom Balkon

Das Klo hab ich übrigens bis heute nicht erforscht.... Pünktlich um 8 Uhr abends bin ich wieder aufgestanden, um dem Jetlag noch fest Schützenhilfe zu leisten. Und wenn man auf der "Reeperbahn in Tokyo" wohnt gehört es ja auch zum Guten Ton, offiziell "Hallo" zu sagen oder wie manch ANDERER in Tokyo vermutlich sagen würde "Konichiwa bitches"
Die Nacht hatte eine Bekanntschaft mit einem Hamburger zu bieten, eine Bekanntschaft mit einer Kenianerin, den folgenden gemeinsamen Besuch in einer Raeggaebar, wo Dreads-tragende Japaner beim grooven zu bestaunen waren.(Eines der absoluten Highlights bislang! Japsen+Dreads+Reaggae=Rattenscharfe Mischung)
Als ich um 4 Uhr morgens nach Besuchen in diversen Bars und Lokalen bemerkt habe, dass ich betrunken genug bin um mit gutem Gewissen nach Hause zu gehen war das mein Plan. Der wurde nur noch gekreuzt von einem Grillschuppen, aus dem Bad Religion ertönte....Ohne Hunger, jedoch nach wie vor mit Durst trat ich ein um ein weiteres Bierchen frei nach dem Motto: "Jetz is scho wuascht!", zu leeren. Ich und mein köstlicher Gerstensaft(die Japaner haben geiles Bier) wurden begleitet von einem netten Gespräch mit dem Grillmeister, der übrigens Amerikaner und auch für die Musikwahl verantwortlich war. Vor allem, weil die Musik Albenweise läuft. Die Bestätigung folgt!

Der Sonntag wurde dann zurecht verpennt! Ich habe sicherheitshalber bis 20.00 geschlafen um sicherzugehen, in der Nacht vor dem 1. Arbeitstag kein Auge zuzumachen. Da ich in der Nacht auf war, konnte ich meine 3. Erkenntnis machen. In Japan haben die meisten Lebensmittelgeschäfte, sogenannte Convenience-Stores 24 Stunden offen. So fuhr ich nach langem überlegen(ich hatte schließlich die ganze Nacht Zeit) mit dem Lift runter um in den Convenience Store zu gehen. Ich bezeichne es als mein ganze persönliches Mystery Shopping....nach wie vor. Aber ich gehe nicht davon aus, die japanische Schrift binnen 2 Monaten zu beherrschen. So is der Random Mode beim Einkauf immer wieder unterhaltsam... Man kann übrigens auch beim Verzehr oft nicht feststellen, was man verzehrt. ABER man kann zumindest sagen, obs schmeckt oder nicht! Immerhin. So gesehen kann man sagen, wenn sie Scheisse mit Geschmackstoffen vollpumpen würden, sie nett verpacken würden....ich würde es nicht merken.....Aber die Japaner sind da ja nicht so hoffe ich mal.

1. Arbeitstag
Nach Überlegungen, ob ich ein Spiegelselbstportrait hochladen soll, was grundsätzlich meinen Vorstellungen von Männlichkeit widerspricht habe ich es nun doch gemacht. Aber wenn man allein wohnt, hat man ja auch keine Alternativen....so viel zu meiner Verteidigung, bevor die ersten hier spotten! Würde ich an eurer Stelle nicht anders machen!


Aber soviel zum Bild! Erster Tag, Frise sitzt!


Die folgende Woche war bis auf ein exklusives Mittagessen am Dienstag bis auf das Verdauen vom Jetlag bis Mittwoch nicht allzu spannend. Mittwoch war mein erster Besuch im Fitnesscenter... Situationskomik vom feinsten, ganz zu Schweigen über den amüsanten Anblick der schmächtigen Japaner in Muckibuden!

Folks, für den ersten Beitrag ist das jetz aber auch mehr als genug! Der Bericht übers 2. We folgt in Kürze! Waren einige schräge Dinge dabei....

Stand der Dinge: Do, 7. Juni 2012