Der Freitag war gekommen und ich schwer motiviert, mir einen hinter die Binde zu kippen. Am Nachmittag im Büro fragte mich ein japanischer Arbeitskollege, ob wir uns am Abend nicht in dem deutschen Lokal bei mir um die Ecke treffen wollen. Ich freute mich natürlich über den Akt der gesellschaftlichen Integration und sagte zu. Das Lokal, das übrigens den Namen "Bernds Bar" trägt hatte echt Charakter. Es war liebevoll mit vielen persönlichen Gegenständen, signierten Fußballdressen und Fotos vom Besitzer mit berühmten Persönlichkeiten dekoriert. Man könnte es auch mit urig deklarieren. Es erinnerte mich ein wenig ans gute alte "Fritz". Zu trinken gab es ausschließlich deutsches Bier und die Speisekarte hatte auch auschließlich deftige deutsche Speisen in sich. Die Figur des Chefs, der das Lokal übrigens schon 21 Jahre führt, lässt darauf schließen, dass er auch selbst gerne an seinen deftigen Speisen nascht.
Ich und Kondo San, der mittlerweile auch schon 50 ist, jedoch noch immer schnittiger Junggeselle, verbrachten dort einige gemütliche Stunden, bevor wir uns um ca. 23.30 trennten.
Es war Freitag und somit mein wöchentlicher Fix-EM Termin. Also schnell über die Straße in die Sportsbar. Dort angekommen hielt ich den Biertrend mit Erfolg aufrecht.
Ich lernte kurzerhand eine bunt zusammengewürfelte Gruppe mit Beteiligung aus Australien, Belgien, England, Mexiko und Japan kennen. Mit diesen wunderbaren Menschen verbrachte ich dann auch die Zeit bis 6 Uhr morgens, bis auch das 2. EM Spiel zu Ende war. War eine relativ amüsante Nacht, in der letztendlich auch der Alkoholmissbrauch wieder nicht ausblieb.... Bier, australischer Wein aka. Gaumenfiesling und vor kurzen habe ich auch noch erfahren, dass ich die Kehle auch mit reichlich Tequila gespühlt habe.... aber das schöne am Betrinken ist, dass es auf der ganzen Welt gleich funktioniert und man auch immer ausreichend Menschen findet, mit denen man praktisch agieren kann.
Um 6 Uhr morgens machten sich die Herrschaften von der Nacht gezeichnet auf den Heimweg. Ich machte dann noch meine Standardrunde, die auch noch bis 9 Uhr morgens andauerte.
Der Samstag war wie gewohnt tagsüber quasi nicht vorhanden. Am Abend war ich mit der Japanerin vom Vorabend noch gemütlich unterwegs. Da sie in Berkeley studierte, sprach sie auch perfekt Englisch, was bei Japanern ja definitiv nicht als kollektives Attribut gesehen werden kann. Vernünftigerweise war um ca 24.00 Schluss, da ja sonntags wie immer Fußball am Programm stand.
Am Sonntag um 8.00 einigermaßen frisch und ausgeschlafen, sofern man das an einem Sonntag Vormittag sein kann, machte ich mich auf dem Weg zu meinem Arbeitskollegen Michael, der mich diesmal mitnahm. Das Wetter war diesmal nicht so heiß, was man definitiv als Vorteil zu meinen Gunsten auslegen kann. Auch die Besuche im Fitnesscenter unter der Woche haben ihre Wirkung nicht verfehlt. So gesehen gehts sportlich steil bergauf, was mir äußerst gut gefällt!
Am Abend folgte ich dann der reizenden Einladung von Michael, meinem Arbeitskollegen, mit ihm und seiner Freundin essen zu gehen. Den Namen konnte ich mir leider nicht merken, aber wir hatten quasi unseren eigenen Grill am Tisch. Als Nebenspeisen gab es köstliche Salate und jeder neue Teller mit Fleisch, der unseren Tisch erlangte, war in Begleitung von unterschiedlichen Saucen oder Varianten das Fleisch zu verzehren. Kann ich nur jedem empfehlen, der mal in Japan unterwegs ist! !
So, Dudes! Genug über das We
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